Carl-Ludwig "Carlo" Wolff
"Hallo, und einen recht schönen guten Tag, liebe Derby-Freunde", hatte ich jetzt auf der Zunge, muss ich ein bißchen korrigieren: "Hallo, liebe Ex-Derby-Freunde". Ich hoffe, dass noch viele von Ihnen gesund und munter sind, um sich ein wenig zurückbeamen zu lassen in die 60er und 70er Jahre. Ich begrüße aber auch alle, die sich vielleicht ein Bild davon machen wollen, wie der Deutschlandfunk entstanden ist und wie es zu den Sendungen "Schlagerderby" und "Der Aktuelle Plattenteller" kam, die in relativ kurzer Zeit den Kultstatus erreichten.

Ich bin der Carlo, Carlo Wolff. Ich habe im August 1965 die Moderation des "Schlagerderbys" und des "Aktuellen Plattentellers" übernommen. Der Plattenteller war verbunden mit dem Derby dadurch, dass das Derby im Plattenteller wiederholt wurde, und zwar in der Hälfte der Sendezeit mit 45 Minuten am übernächsten Tag ausgestrahlt.

Mir war es eigentlich immer ziemlich Wurscht ob Heintje oder Roy Black den Spitzenplatz erreichten oder eben die Stones oder die Beatles. Das war Hörerentscheid und danach hatten wir uns zu richten, hatten wir so hinzunehmen. Ich habe manchmal natürlich auch manches ein wenig süffisant kommentiert - das gebe ich schon zu.

Das Wichtigste war, auch im Hinblick auf den Programmauftrag des Deutschlandfunks, der Brückenschlag zwischen den Hörern in Ostdeutschland, also der späteren DDR, und in der Bundesrepublik. Ich habe zu diesem Thema auch in den 70er Jahren mit Willy Brandt mal ein Interview
geführt über den Sinn der Unterhaltung zwischen Ost und West - halt, wie gesagt, als Brückenschlag. Das heisst nun aber nicht, dass das Derby und der Plattenteller nur von jungen Leuten gehört wurde. Ich weiss aus den vielen Zuschriften, da konnte ich mir ein sehr sehr gutes Bild machen, Bescheid über die Altersstrukturen der Hörer.

An dieser Stelle möchte ich mich sehr sehr herzlich bei Ronnie Mehlis bedanken. Ronnie Mehlis war ein Derby-Fan und er stammt aus der schönen alten Stadt Hildesheim in Niedersachsen. Ich habe in Hildesheim als junger Schauspielschüler von der Schauspielerakademie der Hochschule für Musik und Theater von Hannover aus in Hildesheim ein paar Jahre auf der Bühne gestanden. Ronnie Mehlis hatte die Idee, diese Sendung aufzunehmen, als Webseite ins Internet zu stellen. Wir hatten dabei aber zwei dicke Problempunkte: Erstens - es gab im Deutschlandfunk keinerlei Mitschnitte oder Aufzeichnungen mehr, weder vom Schlagerderby noch vom Aktuellen Plattenteller. Und wir waren darauf angewiesen auf das, was ich an Material noch zu Hause hatte. Bei mir persönlich war es aber nun so, dass ich drei Mal Wasser im Keller hatte, das heisst, durch Rückstauwasser, durch Sturzregenfälle, durch Rheinwasser, das Haus steht in Rheinnähe, ist drei Mal der Keller vollgelaufen und es sind viele Dinge dabei weggekommen, also im Wasser quasi untergegangen, darunter 6 laufende Meter Aktenordner mit allen Manuskripten, Sendeplänen, Unterlagen über's Schlagerderby, Entwürfe und Notizen, Interviews und so weiter. Und meine Frau musste, während ich im Krankenhaus lag, alles auf die Müllhalde fahren. Mit größerer Mühe habe ich nun alles zusammengeratzt, was mir noch geblieben ist, was also nicht weggeschwappt werden musste.

Wichtig fand ich an der Änderung: Ende der 60er Jahre haben wir das Programmschema geändert, und zwar haben wir die Derby-Hitparade alle vier Wochen ausgesetzt und haben statt dessen das Derby-Intermezzo "Zwischen den Rennen" eingeführt. Das hatte drei Vorteile. Zum einen konnte ich viel mehr Hörerwünsche erfüllen. Zum zweiten konnte ich viele schöne neue Langspielplatten vorstellen, die neu auf den Markt kamen, und drittens: ich konnte die Interviews, die ich den zurückliegenden Wochen gemacht hatte, in diesen Sendungen nun unterbringen. Das waren zum Beispiel Daliah Lavi, James Last, Mireille Mathieu, Ray Conniff, Udo Jürgens, Vicky Leandros, die Gruppen Puhdys und Karat aus der DDR, Dr. Hook, Jethro Tull, Peter Maffay und und und viele andere.

Ich lebe weiter in Köln, schreibe Bücher und Essays, ich mache Kunstkataloge als Fotograf und ich helfe anderen beim Schreiben.

Bei meiner Verabschiedung aus den Diensten des WDR sagte Intendant Fritz Pleitgen: "Wissen Sie, eigentlich entlassen wir unsere Pensionäre in den wohlverdienten Ruhestand. Bei Ihnen, Herr Wolff, scheint es mir aber eher ein Unruhestand zu werden." Na gut, er hat Recht behalten.

So viel von mir als Einleitung. So viel als Begrüßung. Ich grüße Sie alle sehr herzlich. Bleiben Sie gesund. Ich sage "danke schön, so long und alles Gute".

Ihr

Carlo Wolff

1958 war das bedeutendste und auch schwierigste Jahr in meinem Leben! Im Frühjahr 1958 habe ich mein Schauspiel-Abschlussexamen im Opernhaus in Hannover; im Sommer 1958 mit großem Erfolg Probeaufnahmen bei der UFA in Berlin gemacht. Im Spätsommer '58 in Braunschweig ein "Junges Theater" gegründet. Im Dezember 1958 hatte ich auf der Fahrt nach Berlin zur UFA und zu Gesprächen mit einer damals berühmten Film-Agentur einen schweren Autounfall gehabt, den ich nur knapp überlebt habe. Meine Theater- und Filmlaufbahn war durch schwerste Verletzungen beendet.
Aber - wie das Leben so spielt - auf Grund dieses Unfalls bin ich ein Jahr später letztlich zum Rundfunk (NDR) gekommen (September 1959), am 1. Juni 1963 zum DLF dann nach Köln - sonst hätte es auch kein Derby gegeben - jedenfalls nicht mir mir!
Auf seine 10 Lieblingstitel aus der Derby-Zeit angesprochen könnte er da 60 odre 70 mühelos aufzählen, mit der E-Musik zusammen vielleicht 100. Es ist ja bekannt, dass er zunächst Musik studiert hatte, wo natürlich die E-Musik dominierte: Beethoven, Bach, Mozart, Jan Sibelius, Gustav Mahler, Anton Dvorak, Richard Strauss usw.
Natürlich hatten wir auf derm Konservatorium auch eine Studenten-Bigband, in der der Trompete spielte, und eine Jazz-Combo, in der er der Schlagzeuger war.
Seine Vorliebe für die U-Musik reicht zurück bis in die New-Orleans-Zeit, und andererseits von Louis Armstrong bis zum Modern-Jazz-Quartett mit Schwerpunkt auf der Swingtime mit Oscar Peterson, Benny Goodman, Glenn Miller, Jimmy und Tommy Dorsey, Count Basey, Duke Ellington, Stan Kenton etc.
Carl-Ludwig Wolff, geboren am 11. 10. 1933 in Guben, Niederlausitz/Mark Brandenburg als zweites von sechs Kindern. Bis zur Flucht vor den Sowjettruppen nach Großräschen/Senftenberg Besuch des ›Friedrichs-Gymnasiums‹ in Frankfurt (Oder). Nach dem Krieg Studien in Berlin (Städt. Konservatorium, Max-Reinhardt-Schule) und Hannover (Hochschule für Musik und Theater). Mehrere Theaterjahre in Berlin, Hannover, Hildesheim und Braunschweig. Nach schwerem Autounfall ab 1959 Sprecher und Aufnahmeleiter, Autor und Moderator, Redakteur und Reporter beim NDR, Deutschlandfunk und WDR-Fernsehen. Zentrale Sendungen in den 60er und 70er Jahren beim DLF: »Schlagerderby« und »Aktueller Plattenteller«. Seit 1999 als Autor und Fotograf im Unruhestand in Köln lebend.
Kurzbeschreibung

Der Autor versucht am Beispiel einer gutbürgerlichen Familie (ohne jüdische Verwandtschaft im Stammbuch) die Hilflosigkeit gegenüber dem Aufkommen des Nationalsozialismus in Deutschland nachzuempfinden, die Zweifel und Ängste durchaus nachdenklicher Zeitgenossen – mit Blick auf eine noch nebulöse, ungewisse Zukunft – glaubhaft darzustellen. In einem weit gespannten chronologischen Bogen verbindet W. dann in romanhafter Form Politik und Zeitgeschichte mit Familiengeschichte und eigenem Erleben ... als Wanderer zwischen Dichtung und Wahrheit bis in die Mitte der sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts.

Amazon-Bewertung: bis zu 4.9 Sterne (von 5)

Edition Fischer Carlo W.
Das Derby - Sieg, Platz ... oder Sturz?
Zeitgeschichtlicher Roman
2004. 600 Seiten mit vierfarbigen Abbildungen.
Leineneinband mit Schutzumschlag € 36,00 (D). SFr 62,10.
ISBN 978-3-8301-0688-3. Warengruppe 1111
Carlo Wolff
liest aus seinem Buch:
24. 9. 2005, 14.00 Uhr Eisenhüttenstadt, 14.00 Uhr, Städtisches Museum (Hinweis in frei*Zeit 09/2005)
von Amazon.de Millionen lauschten dem Schlagerderby -Carlo Wolff moderiert, 26. Oktober 2005

Von Ein Kunde

1933: In Guben wird am 6.Oktober Carl-Ludwig Wolff geboren - mitten in das beginnende Grauen der Naziherrschaft. Als zweites von sechs Kindern eines Ärzteehepaares wächst er in Neuzelle auf, erlebt er neben frohen Kindheitstagen Leid und Zerstörung des Zweiten Weltkrieges, erfährt er die Ohnmacht der Menschen unter dem Hitlerregime. 30 Jahre später, im Jahr 1965 geht im Deutschlandfunk die erste Sendung des „Schlagerderbys" über den Sender, wird die Hitparade samt des daran gekoppelten „Aktuellen Plattentellers" zur meist gehörten Rundfunksendung. Auch tausende ostdeutsche Fans schalten den verbotenen Sender ein und lassen sich von den Rolling Stones oder den Beatles begeistern. Es moderiert Carl-Ludwig Wolff, den man in deutschen und europäischen Wohnzimmern, aber auch in Amerika und der Sowjetunion bald nur noch unter dem Namen „Carlo" kennt. 40 Jahre nach der Erstausstrahlung der legendären Hitparade, die 13 Jahre lang die Hörer mit den neuesten Hits aus dem deutschen und angelsächsischen Raum versorgte und in der auch die kritische Beleuchtung des Zeitgeschehens stets seinen Raum fand - 40 Jahre später hat Carlo Wolff ein Buch veröffentlicht, in dem er auf eindrucksvolle Weise Erinnerungen mit regionaler und internationaler Zeitgeschichte verknüpft. „Das Derby - Sieg, Platz ... oder Sturz?" lässt den Leser nicht nur an den Höhen und Tiefen der gut 30 ersten Lebensjahre des Autors teilhaben, die geprägt sind vom Nationalsozialismus, vom Krieg, später - Carl-Ludwig Wolff ist inzwischen in Berlin - von der Aufteilung der Stadt in vier Sektoren,vom Mauerbau, von der Teilung Deutschlands und vom Kalten Krieg.

In stetem Wechsel zu seinem persönlichen Werdegang innerhalb seines unmittelbaren Umfeldes fügt er historische Elemente in die Geschichte ein - und schafft damit etwas, das kaum eine zeitgeschichtliche Dokumentation derart eindrucksvoll zu vermitteln vermag: Er bringt Historie wirklich nah und holt jegliche Fakten - sei es die Zahl der im KZ umgekommenen Häftlinge, der Abwurf der Atombombe oder die späten Machenschaften der Staatssicherheit - aus der Abstraktion und deren Wahrhaftigkeit, Oft deren Wahnsinn oder auch Groteske spürbar. Und natürlich gibt der studierte Musiker, Schauspieler und spätere Vollblutjournalist wichtigen kulturellen Entwicklungen ihren Platz, dokumentiert er die Begeisterung für Elvis Presley oder dokumentiert er die „spießbürgerlich" prüde Reaktion auf Hildegard Knefs nackte Brust in dem Film „Die Sünderin". Doch bei aller inhaltsschwerer Thematik beschert das Buch ein leichtes Lesevergnügen, regt feinsinniger Humor zum Schmunzeln an und lassen Naturbeschreibungen wunderschöne Bilder vor Augen entstehen. Und für diejenigen, denen der südöstliche Teil Brandenburgs ebenso vertraut ist wie dem Autor, dürfte der Lesespaß doppelt so groß sein. Kann man doch mit Carlo Wolff durch Neuzelle, Fürstenberg, etliche andere Orte der Region und das wunderbare Schlaubetal wandern. So beginnt auch die Lesung mit Eindrücken aus der Heimat, fällt dann der Blick auf die 30er, die Kriegs- und Nachkriegsjahre und wird der biografische und historische Bogen schließlich im Epilog in die Gegenwart gespannt - ein literarisches Vergnügen nicht nur für Geschichtsfans. Rezension aus Fürstenberg(Oder).

Zwischen Roman und Zeitgeschichte, 2. September 2005

In seinem Roman "Das Derby - Sieg, Platz oder.... Sturz" entwirft Carl-Ludwig Wolff nicht nur ein eindrucksvolles Bild einer dem Naziregime ausgelieferten Familie, sondern geht auch folgerichtig den Schritt in die Nachkriegszeit, verknüpft seine Erzählung mit authentischen geschichtlichen Ereignissen, so dass der Leser sich in die Welt der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts zurück versetzt sieht.

Der Autor (Carlo W.) erläutert nicht nur geschichtliche Hintergründe, die bis in die Zeit der Slawen zurückreichen, sondern bringt jeweils mit wenigen, einprägsamen Worten Personen näher wie die von der USA-Justiz 1953 ermordeten Ethel und Julius Rosenberg und deren Bezug zur Zeitgeschichte. Die Knappheit der Erklärungen bewirkt, dass der Leser ohne abzuschweifen der Geschichte folgen kann, die Handlung ist spannend und kontrastreich, ein Schuss Humor lockert hin und wieder auf, führt den Leser von der Geschichtsstunde zum Roman zurück.

Die facettenreiche Sprache Wolffs beschert trotz der inhaltsschweren Thematik ein vergnügliches Lesen und wer die rund fünfhundert Seiten gelesen hat, wird nicht nur Einblick in eine vergangene Zeit bekommen, sondern auch so manch Wissenswertes erhalten haben - aus einem ungewöhnlichen Geschichtsbuch mit sehr persönlichem Couleur.

Kennen Sie Carlo W?, 27. August 2005

Ich dachte zuerst auch nicht, dass ich ihn kenne. Dann jedoch stellte sich heraus, dass ich vor ca. 35 Jahren seine Stimme sehr gut kannte, denn damals hörte ich - heimlich, weil es verboten war - regelmäßig die Sendungen "Aktueller Plattenteller" und "Schlagerderby" vom Deutschlandfunk. Die Stimme des Moderators und seine Art der Moderation gefielen mir damals sehr gut, so dass ich möglichst keine Sendung verpasste. Dadurch war ich immer sehr gut über die Entwicklung der neuesten Hits in deutscher und englische Sprache informiert. Und dieser Mann, der damals die Sendungen moderierte, hat jetzt ein Buch veröffentlicht, das er "Das Derby - Sieg, Platz oder Sturz? genannt hat. Ich habe es vor kurzem gelesen und war begeistert, wie gut es ihm gelungen ist, seine Erinnerungen mit der Zeitgeschichte zu verknüpfen.

Carlo wurde 1933 als Sohn des Arztehepaares Wolff in Guben geboren. Er war das zweite von insgesamt sechs Kindern und wuchs in Neuzelle auf. Schon sein Geburtsjahr verrät, dass er in eine bewegte Zeit hinein geboren wurde. So beschreibt Carlo die unbeschwerten Kinderjahre in Neuzelle, das er immer nur Schlaben nennt, genau so interessant wie das Aufkommen und die Entwicklung des Nationalsozialismus, wie er ihn erlebte. Denn natürlich wurde auch sein persönliches Schcksal sowie das seiner Familie von der Entwicklung des Nationalsozialismus vom 2.Weltkrieg beeinflusst. Nach dem Krieg kam er nach Berlin und erlebte hautnah, wie die Stadt in vier Sektoren geteilt wurde, von denen einer später die Hauptstadt des "ersten sozialistischen Arbeiter- und Bauernstaates auf deutschen Boden" wurde. Er erlebte die Gründung der Bundesrepublik Deutschland, den Bau der Berliner Mauer und damit die Teilung Deutschlands. Damit waren auch für ihn wieder leidvolle persönliche Erfahrungen verbunden, denn er hatte ja noch Geschwister und Freunde in Neuzelle und Umgebung. So kann man ihn vielleicht als Grenzgänger zwischen zwei Welten beschreiben. Er machte Karriere beim NorddeutschenRundfunk, Deutschlandfunk und Westdeutschen Rundfunk und hat sich eine unaufdringliche Art des Beschreibens bewahrt.

Das Buch ist romanhaft geschrieben und doch sind Familiengeschichte,Regionalgeschichte sowie Zeitgeschehen verarbeitet. Dies gelingt Autoren nichr oft. Ich bewundere die intensiven Recherchen, die Herr Wolff betrieben haben muss, um das alles anschaulich darzustellen. Mir hat es jedenfalls sehr gut gefallen und ich hoffe, dass ich Sie neugierig gemacht habe.

Die „Märkische Oderzeitung“, 9.5.2005, schreibt unter dem Titel Zwischen Roman und Zeitgeschichte: Der Autor (Carlo Wolff) erläutert nicht nur geschichtliche Hintergründe, die bis in die Zeit der Slawen zurückreichen, sondern bringt auch jeweils mit wenigen, einprägsamen Worten Personen näher wie die von der USA-Justiz 1953 ermordeten Ethel und Julius Rosenberg und deren Bezug zur Zeitgeschichte. Die Knappheit der Erklärungen bewirkt, dass der Leser ohne abzuschweifen der Geschichte folgen kann, die Handlung ist kontrastreich, ein Schuss Humor lockert hin und wieder auf, führt den Leser von der Geschichtsstunde zum Roman zurück.

Die facettenreiche Sprache Wolffs beschert trotz der inhaltsschweren Thematik ein vergnügliches Lesen und wer die 500 Seiten gelesen hat, wird nicht nur Einblick in eine vergangene Zeit bekommen, sondern auch so manch Wissenswertes erhalten haben - aus einem ungewöhnlichen Geschichtsbuch mit sehr persönlichem Couleur. (Jürgen Pahn).